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Fontäne Grünes Gold

Grünes Gold

Neue, interessante touristische Attraktion in Žalec!

In diesem Jahr präsentieren sich 23 Brauer mit insgesamt 30 verschiedenen Bieren am Brunnen.

Geschichte über die Fontäne Grünes Gold

Fontäne Grünes Gold ist  die Hommage an das Hopfenanbauerbe des Unteren Savinja Tales in Žalec, das Zentrum des Hopfenbaus in unserem Land. Slowenien belegt mit seinen Anbauflächen von Hopfen den fünften Platz weltweit, und der Hopfen ist das »Gewürz«, das dem Bier den Geschmack und die typische Note verleiht. In Žalec hat man sich gewünscht die Geschichte mit der Gegenwart zu verbinden und somit die Basis für eine interessante touristische Geschichte (Erzählung) für die Zukunft zu bilden. Das Resultat all dieser Faktoren ist die Fontäne Grünes Gold.  

Die Fontäne- Geschichte hat im Jahr 2014 begonnen, und zwar war der Initiator Matjaž Omladič, der damalige Präsident des Tourismusverbandes der Gemeinde Žalec. Die originelle Idee ist bei der Gemeinde Žalec auf fruchtbaren Boden gefallen, bereits im selben Jahr hat man in einer Ausschreibung für Architekten die Ideenlösungen gesucht. Unter sechs Vorschlägen wurde das architektonische Konzept des Unternehmens RC Planiranje ausgewählt. Danach wurden die Vorbereitungen für das Projekt fortgesetzt, es wurde eine Projektkommission benannt, die mit vielen Herausforderungen kämpfen musste, aber auch alle lösen konnte. Das Errichten der Fontäne Grünes Gold hat im April 2016 begonnen und die feierliche Eröffnung findet am 6. September 2016 zum Gemeindetag Žalec statt. An diesem Datum erinnert man sich an den II. Allerslowenischen Lager aus dem Jahr 1868. 
Die Bier-Fontäne befindet sich im Stadtpark, im Stadtzentrum, dicht am Marktplatz. Der architektonische Entwurf basiert auf dem Symbol Hopfenblüte, dargestellt in zwei Halbkreisen bzw. zwei Fontänen, eine Bier- und eine Wasserfontäne. Die Kupferspitze an den Halbkreisen symbolisiert den Bierschaum.  
Die Fontäne hat das Unternehmen Remont gebaut, für die Technologie wurde das Unternehmen Etra zuständig. 

Bier an der Fontäne einkaufen und gustieren

Der Besucher kann den Glaskrug an verschiedenen Standorten in der Stadt kaufen und dann man 6 x 1 dcl Bier zum Preis 11,00 € trinken.
Der vor die Zapftheke gestellte und mit einem Chip markierte Krug wird wahrgenommen und das Abzapfen beginnt automatisch. Die autorisierte Person kann die Zapfhähne am Beginn und am Ende der Kostprobe mittels einer Identifikationskarte heben bzw. senken. 
Der Bierkrug der Fontäne Grünes Gold wurde vom berühmten Industriedesigner und Ehrenbürger der Gemeinde Žalec, Oskar Kogoj geschaffen und in der Glasfabrik »Hrastnik 1860« hergestellt. 

Inhaltstoffe des Biers

Hopfen
Malz
Hefe
Wasser

Das Angebot von Bieren, Art des Bierzapfens

Dieses Jahr werden sich 23 Brauereien mit insgesamt 30 verschiedenen Bieren am Brunnen präsentieren. Im Mai können Sie probieren:

IHPS Institut für Hopfenbau und Brauwesen Slowenien: KUKEC HELLES
Haler Brauerei: GRÜNES HALER BIER
Maister Brauerei: BIER GALLUS
Flajs Brauerei: UDARNIK BIER
Skubeer Brauerei: BIER 4Picnic IPA
Reset Brauerei: BIER IRISH STOUT

Geschichte des Hopfenanbaus und Brauereiwesen

Die Heimat des Hopfens ist Asien. Die Völker in Mesopotamien und im Alten Ägypten haben bereits Getränke aus Weizen und anderen Pflanzen zubereitet. Auch die slawischen Völker haben beim Brauen von Bier den trockenen Hopfen verwendet und bei der Völkerwanderung hat man den Hopfen  auch in unsere Orte gebracht.  
Man hat den Hopfen als Kulturpflanze bereits im achten und neunten Jahrhundert in Frankreich und in Bayern angebaut. Man hat damals das Bier in Klöstern gebraut, der Hopfen wurde anfangs aber überall angebaut, wo die Brauereien standen. Erst später wurde der Hopfen in den nach Lage, Erde und Klima günstigen Regionen angebaut. Der Hopfenanbau ist   im 16. Jahrhundert aufgeblüht, und zwar lagen in Europa die Zentren der Hopfenanbau in Tschechien und in Bayern. 

Im Grundbuch der Herren von Škofja Loka findet man die Belege, dass in Slowenien der Hopfen zum Bierbrauen bereits um das Jahr 1160 angebaut wurde. Für einen Bruch in der Entwicklung des Hopfenanbaus in Slowenien galt die Gründung der landwirtschaftlichen Gesellschaften zu Maria Theresias Zeit, zwischen 1764 und 1767, denn die Gesellschaften haben den Anbau von zahlreichen Industriepflanzen, darunter auch Hopfen, gezielt gefördert und vorangetrieben. Ein intensiverer Hopfenanbau begann nach dem Jahr 1870, und zwar in der Region Untere Savinja Tal. 
 
Das erste Hopfenfeld im Unteren Savinja Tal hat der damalige Schlosswärter Josip Bilger beim Schloss Neue Cilli (Novo Celje) 1876 gepflanzt. Als Anfang der Anbau der Sorte Savinja Golding gilt das Jahr 1886, wenn Janez Hausenbichler und Karl Haupt die ersten Versuche durchgeführt haben. 
 
Das Brauereiwesen in Slowenien hat genau so eine lange Tradition, denn die ersten bewahrten Unterlagen über das Bierbrauen in unserer Region reichen in das 13. Jahrhundert. Am Ende des 19. Jahrhunderts haben sich die handwerklichen Brauereien schnell im Land verbreitet und die größten haben bis zu 3.000 hl Bier gebraut. Nach dem ersten Weltkrieg sind alle slowenischen Brauereien langsam in einer Aktiengesellschaft verschmolzen. Vrhnika und Mengeš haben 1922 mit dem Bierbrauen aufgehört, für Kočevje, Kranj und Žalec bedeutete das Jahr 1925 das Ende der Produktion. Nach dem zweiten Weltkrieg haben drei große Brauereien, Union, Laško und Talis eine feste Position erlangt. Es entstanden aber auch einige neue kleinere Brauereien, wie Adam Ravbar in Domžale,  Kratochwill und andere.  

(Quelle: Priročnik za hmeljarje, IHPS Žalec in http://www.ekomuzej.si )

Über Hopfen und Bier

Hopfen (Humulus lupulus L.)

gehört zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae). Hopfen ist eine mehrjährige Industriepflanze, die aus Asien stammt. Hopfen wird wegen seinem bitteren klebrigen Inhaltstoff - Lupulin angebaut. Lupulin ist gelber Staub an den Deckblättern der Dolden, der die Bitterkeit und aromatischen Stoffe beinhaltet.  
Zum Brauen werden ausschließlich die Dolden der weiblichen Hopfenpflanzen verwendet; der unterirdische Teil  der Pflanze ist der  Wurzelstock, der mehrjährig  ist, die oberirdischen Teile sind: Stängel oder Reben, Blätter und Geiztriebe und Blüten und Dolden – Frucht. Alle oberirdische Teile sind einjährig: im Herbst sterben sie ab bzw. sie werden geerntet und im Frühling treiben aus dem Wurzelstock neue Triebe aus. Die männlichen Pflanzen werden vernichtet, weil eine Befruchtung durch den Pollen männlicher Pflanzen die Qualität der Ernte verringert. 
    
Hopfen wird spät im Sommer geerntet (von Mitte August bis Anfang September), wenn die Dolden maximal die wirtschaftlich interessanten Inhaltstoffe beinhalten. 
Hopfen wird meistens in der Brauerei als Zugabe bei der Bierproduktion verwendet, einen geringeren Anteil nutzt man auch in der Pharmazie und in der Kosmetik. Hopfen ist bei der Bierproduktion unersetzlich, denn seine Inhaltstoffe verleihen dem Bier die abgerundete Bitterkeit und das Aroma.
Die berühmtesten slowenischen Sorten von Hopfen sind Savinjas Golding, Aurora, Bobek und Celeia. 

Bier

Gilt als das beliebteste Alkoholgetränk in der Welt und gleichzeitig zeichnet es sich durch eine mehr als tausendjährige Tradition aus. Die Anbauverfahren haben sich im Laufe der Geschichte verändert, aber die Inhaltstoffe bleiben unverändert.  

Hopfengeschichte

Die Fontäne Grünes Gold erzählt die Geschichte der eineinhalb Jahrhundert  langen Hopfenanbautradition, die  in einigen Orten  noch lebt, woanders lebt aber sie nur noch in der Erinnerung. Nur viele Werkzeuge, Sitten und Gebräuche bleiben als Zeugen von damaligen Zeiten des Hopfenanbaus.

Hopfenhaufen
Pflückerinnen Obirovke
»Štangar« und Kater (Hebebaum)
Bottich
Baleta
Pflücker Mittagessen (»Obirovska južina«)
Firstbier (»Likof«)
Hopfenprinzessin und der Hopfen-Älteste

Über Simon Kukec

Simon Kukec ist als wichtigster Bierbrauer bekannt und von den Laško Einwohnern der Vater des Laško Biers genannt. Weniger bekannt ist es, dass er auch eine Bierbrauerei in Žalec besaß, die nach dem I. Weltkrieg nicht mehr im Betrieb war. Mit dem Schließen seiner Bierbrauerei wurde in Žalec die mehrere Jahrzehnte dauernde Tradition des vom Simon Kukec begonnenen und geführten Brauwesens beendet.  

Simon Kukec wurde auf einem kleinen Bauernhof in Povirje bei Sežana (1838) geboren. Er heiratete Ana Smolka und in dieser Zeit lebte das Paar in Martinščica bei Reka, wo er als Bahnwärter arbeitete. Das Ehepaar hat ein Restaurant geführt, und Simon war auch als Transportunternehmer beim Bau des Hafens tätig. 
Nach elf Jahren zogen sie nach Trbovlje um, wo sie das Bergwerkrestaurant gemietet haben und mit der Führung dieses Restaurant ein gutes Einkommen erzielten.  Ihr nächster Ort war Žalec, wo sie so viele Hopfenfelder gekauft haben, dass sie als Großgrundbesitzer galten. 

Simon Kukec hatte noch eine andere große Leidenschaft – das Spielen. Man sagt, dass er seinen großen Reichtum auch dieser Leidenschaft zu verdanken hatte – er habe nämlich »eine glückliche Hand«.  
Er hat von der Witwe des Žalec Grundbesitzers Franc Žuža die von ihm im 1842 gegründete Bierbrauerei gekauft.  Kukec hat die Brauerei vergrößert, komplett modernisiert und noch eine eigene Mälzerei dazu gebaut. Außerdem hat er in einer Versteigerung die Bierbrauerei Laško – Laški trg erworben. Er hat die beiden Bierbrauereien zu Vereinten Bierbrauereien Žalec und Laški trg verschmolzen. Die Bierbrauerei in Laško hat sein Sohn Edvard und die in  Žalec er selber bis zu seinem Tod im Jahr 1910 geführt. 
Es ist bekannt, dass Kukec vor allem Slowenen angestellt hat. Die Fachleute für das Brauwesen hat er aber hauptsächlich aus Tschechien geholt. 
Kukec hatte genug Ideen und bald versuchte er den Biergeschmack auch mit Thermalwasser zu verbessern. Das Thermalbier hat schnell viele Kunden begeistert und man kennt es in etwas anderer Variation noch heute. Das Geschäft florierte, es wurde immer mehr Bier hergestellt, das in ganz Slowenien und auch im Ausland verkauft wurde. Man hat es in Budapest, Ägypten und sogar in Indien getrunken. 
Die Anekdote über das Thermalbier lautet so: Auf Grund der Volksübersetzung des Ausdrucks  Kurbier (auf Slowenisch bedeutet Kurbir  einen Ehebrecher) wurde das Bier mit Thermalwasser einfach Thermalbier genannt. 

Simon Kukec hat sowohl in Žalec, als auch in  Laško seine wichtigen Spuren hinterlassen.  Bei der Kultur-, Sport- und Tourismusanstalt wollen wir die Erinnerung an Simon Kukec wieder erwecken.  
Sie können das bier Kukec in der Fontäne Grünes Gold und im Ökomuseum  Hopfenanbau und Bierbrauerei Sloweniens in Žalec kosten. Simon Kukec hat auch einige Souvenirs: »Drillinge« mit verschiedenen Kombinationen Bier, Bierkrug, T-Shirts, Schürze, die Sie im Ökomuseum, TIC Žalec und im Geschäft Grünes Gold kaufen können.

Öffnungszeit

AB DEM 5. APRIL
Montag: 11:00–18:00
Dienstag–Donnerstag, Sonntag: 10:00–18:00
Freitag–Samstag: 10:00–19:00

MAI
Montag: 11:00–19:00
Dienstag–Donnerstag, Sonntag: 10:00–19:00
Freitag–Samstag: 10:00–20:00

JUNI, JULI, AUGUST
Montag: 11:00–20:00
Dienstag–Donnerstag, Sonntag: 10:00–20:00
Freitag–Samstag: 10:00–21:00

SEPTEMBER
Montag: 11:00–19:00
Dienstag–Donnerstag, Sonntag: 10:00–19:00
Freitag–Samstag: 10:00–20:00

OKTOBER
Montag: 11:00–18:00
Dienstag–Donnerstag, Sonntag: 10:00–18:00
Freitag–Samstag 10:00–19:00

Wir behalten uns das Recht für den Fall des Regens, die Fontäne Grünes Gold vorzeitig zu schließen.
Der Kauf von Bierkrug zum Verkosten ist spätestens eine halbe Stunde vor schließung der Bierfontäne möglich.

Die Krüge können gekauft werden:

  • Geschäftsladen Grünes Gold am Landmarkt, Savinjska cesta 11, Žalec
  • TIC Žalec, Šlandrov trg 25, Žalec
  • Ökomuseum Hopfenanbau und Brauerei Sloweniens, Cesta žalskega tabora 2, Žalec